Blog · 22.09.2026

KI-Weiterbildung mit QCG fördern

Wie Unternehmen KI-Weiterbildungen für Beschäftigte fördern lassen.

Von Pardus Redaktion
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Eigene Kapazitäten aufbauen

Nahezu alle Branchen erfahren aktuell das enorme Tempo, mit dem Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung Geschäftsprozesse verändern. Wer den Wandel verschläft, verliert Marktposition und erhebliche Effizienzvorteile an schnellere Wettbewerber. Unternehmen stehen dabei vor einem echten Dilemma mit zwei Optionen – externe Beratungsagenturen für die Umsetzung und Integration neuer Lösungen engagieren oder das eigene Personal in Schulungsprogrammen weiterzubilden, um selbst Kapazitäten aufzubauen.

Welche der beiden Optionen für Unternehmen eher in Frage kommt, ist nach unserer Erfahrung insbesondere abhängig von der Unternehmensgröße und dem Geschäftsmodell. Konzerne und große Unternehmen, die eigene interne und durch Kunden zu nutzende Plattformen entwickeln, setzen primär auf Potenziale durch die Integration zentraler neuer KI-Features und Architekturen von Anbietern – zum Beispiel für ERP-Software – um zu skalieren und entwickeln diese aus Tempogründen gemeinsam mit Beratungen. Demgegenüber entwickeln kleine und mittlere Unternehmen (KMU) typischerweise selbst die kleinteiligeren und modular passenden KI-Tools und Softwareintegrationen zu ihren Prozessen, spezialisierten Angeboten und Ökosystemen.

Für KMU besteht in der ersten Variante ein Risiko, sich bei der Gestaltung von Kernprozessen in eine externe Abhängigkeit zu begeben. So verändern sich Technologiepartnerschaften, Trends und Kompetenzen in Agenturen häufig unabhängig und erzeugen neuerlichen Anpassungsdruck zu Schritten, die gegebenenfalls nicht mit den unternehmensinternen Zielen einhergehen. Zusätzlich kann es passieren, dass das durch KI-Integration abstrahierte Wissen im Unternehmen zukünftig weniger nachhaltig intern verankert wird, während es durch Standardmodule für Dritte transparenter werden kann.

Ein Beispiel, wie es in vielen Unternehmen gerade zu beobachten ist: Ein mittelständischer Betrieb mit 120 Beschäftigten bemerkt, dass sich in Vertrieb, Buchhaltung und Produktentwicklung zunehmend Aufgaben automatisieren oder mit KI-Unterstützung deutlich effizienter erledigen ließen. Die Geschäftsführung holt zunächst ein Angebot einer KI-Beratungsagentur ein – und schreckt vor dem fünfstelligen Betrag für ein reines Konzeptpapier zurück. Die naheliegendere Lösung: zwei oder drei Beschäftigte aus den betroffenen Abteilungen gezielt zu KI-Manager beziehungsweise Automatisierungsspezialist weiterzubilden, die das Wissen anschließend selbst ins Unternehmen tragen und konkrete Prozesse umsetzen.

Ein weiterer zu beachtender Aspekt ist: Viele kleinere Beratungsprojekte enden mit einem Pilotprojekt, aber am Ende ist es doch die eigene Prozessverantwortliche oder der eigene Spezialist im Haus, die oder der die neue Lösung tatsächlich einführen, pflegen und weiterentwickeln muss. Externe Expertise kann diesen Schritt vorbereiten, aber meist nicht langfristig ersetzen – und ein Pilotprojekt ist selten so umfassend zugeschnitten und auf bestehende Prozesse abgestimmt, wie es der Unternehmenszweck langfristig erfordert.

Die Weiterbildung und der systematische Kompetenzaufbau bei Mitarbeitenden sind für KMU daher in vielen Fällen die technisch und betrieblich sinnvollere Alternative. Das Unternehmen baut dadurch eigenes Wissen auf und schafft gleichzeitig die Fähigkeit, neue Anwendungen selbst zu bewerten, anzupassen und weiterzuentwickeln.

02

Kapitel

Die Forschung zeigt: KI-Weiterbildungen brauchen hinreichende Tiefe

Auch bei der Wahl geeigneter Weiterbildungsmöglichkeiten sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, um einen tatsächlichen wirtschaftlichen Mehrwert zu erzeugen. Eine vielbeachtete Studie der MIT-NANDA-Initiative aus dem Jahr 2025 („The GenAI Divide: State of AI in Business 2025“) hat genau diesen Gegenstand empirisch analysiert: Auf Basis von Interviews mit Führungskräften und der Auswertung von mehr als 300 realen beziehungsweise öffentlich dokumentierten KI-Implementierungen zeigt die Studie, dass die überwältigende Mehrheit der untersuchten unternehmerischen KI-Initiativen keinen messbaren finanziellen Effekt erzielt. Die Studie kommt zu dem viel zitierten Ergebnis, dass rund 95 % der untersuchten Organisationen keinen messbaren Return aus ihren GenAI-Investitionen erzielen.

Quelle: https://www.steelcase.com/content/uploads/2025/10/v0.1StateofAIinBusiness2025_Report.pdf

Der Grund sehen die Autoren weniger in der grundsätzlichen Leistungsfähigkeit der Technologie als in der Art ihrer Umsetzung. Generische Tools und Chatbots werden schnell ausprobiert und können auf individueller Ebene durchaus Produktivitätsgewinne erzeugen. Der entscheidende Schritt – die nachhaltige Integration in unternehmensspezifische Arbeitsabläufe und die Entwicklung von Lösungen, die sich an den konkreten Kontext des Unternehmens anpassen – gelingt dagegen wesentlich seltener. Genau hier entsteht die von der Studie beschriebene Lücke zwischen KI-Nutzung und tatsächlicher unternehmerischer Wertschöpfung.

Übertragen auf die Weiterbildungsfrage bedeutet das: Der Mehrwert entsteht nicht allein bei denjenigen, die einmal ein Prompt-Tutorial gesehen oder regelmäßig einen Chatbot nutzen, sondern bei Beschäftigten, die KI-Kompetenz umfassend genug aufgebaut haben, um selbst zu gestalten – eigene Automatisierungen entwickeln, Datenpipelines aufsetzen können oder die strategische KI-Positionierung ihres Unternehmens von der einzelnen Maschine bis zum Wissensmanagement für den Generationenübergang in Schlüsselpositionen mitdenken.

Diese Übertragung wird auch durch aktuelle Untersuchungen zur Entwicklung von KI-Kompetenzen gestützt. Eine Studie von McKinsey (2025) zeigt, dass die meisten Unternehmen zwar KI einsetzen, aber noch Schwierigkeiten haben, Anwendungen auf Unternehmensebene zu skalieren und nachhaltig in Workflows zu integrieren. Gerade die Neugestaltung von Arbeitsabläufen erweist sich dabei als ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Auch die Boston Consulting Group (2025) betont, dass klassische Schulungen allein nicht ausreichen. Erfolgreicher Kompetenzaufbau folgt vielmehr einer Entwicklung von grundlegenden Kenntnissen über die praktische Anwendung bis hin zur dauerhaften Verankerung neuer Arbeitsweisen im Unternehmen. Besonders relevant sind dabei rollenspezifische Lernpfade und die direkte Anwendung an realen Arbeitsabläufen. In der Work-Reimagined-Studie von EY (2025) wird ebenfalls ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Intensität und dem Umfang von KI-Qualifizierung einerseits und erfolgreichen KI-Ergebnissen andererseits. Demnach stellt die Entwicklung von Lern- und Kompetenzstrukturen einen besonders starken Prädiktor für den KI-Erfolg dar; Beschäftigte mit mehr als 80 Stunden KI-Lernen zeigen besonders starke Transformationsergebnisse.

Quellen:
https://www.mckinsey.com/capabilities/quantumblack/our-insights/the-state-of-ai
https://www.bcg.com/publications/2025/to-unlock-the-full-value-of-ai-invest-in-your-people
https://www.ey.com/en_gl/insights/workforce/work-reimagined-survey

Damit wird deutlich: Die notwendige Tiefe lässt sich nicht in ein paar Übungen oder einem kurzen mehrtägigen Workshop vermitteln. Sie entsteht, wenn Wissen über einen längeren Zeitraum aufgebaut, an echten Beispielen angewendet und in Praxisfällen trainiert wird, bis der Übergang vom Zuschauen zum eigenständigen Umsetzen gelingt. Dies erfolgt in der Regel über einen Prozess von mehreren Wochen.

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Kapitel

Wie schnell amortisieren sich die Weiterbildungskosten?

Bei einer Weiterbildung im Umfang von mehreren Wochen stellt sich natürlich die Frage: Ist eine tiefgehende Weiterbildung dann nicht auch so kostspielig wie externe Expertise – und wann rechnet sich die Investition? Diese Erwartung ist verbreitet und führt dazu, dass die meisten Unternehmen zu wenig oder zu kleinteilig in den Aufbau eigener KI-Kompetenzen investieren.

Die bereits genannten Studien zeigen, dass der wirtschaftliche Nutzen von KI davon abhängt, ob Unternehmen die Technologie mit entsprechenden organisatorischen und personellen Fähigkeiten verbinden. Sind Unternehmen in der Lage, über die ganze Prozessbreite zu skalieren, und bestehen eigenständig etablierte Lern- und Kompetenzstrukturen, so kommen die Studien zu dem Ergebnis, dass sich die meisten untersuchten rollen- und aufgabenspezifischen Intensivschulungen durch Steigerungen in der Produktivität um bis zu 40 % innerhalb einiger Monate amortisieren.

Nicht mitkalkuliert sind in dieser Rechnung das Risiko des nicht-Handelns – des Return On NO Invest (RONI) – sowie die zusätzlichen Opportunitätskosten, die mit jeder weiteren Weiterentwicklung durch externe Institutionen erneut anfallen. Die Weiterbildung ist der Kernbestandteil der KI-Transformation auf Organisationsebene und befähigt das Unternehmen für die Zukunft, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und selbstständig Prozesse zu optimieren und automatisieren und neue KI-Potenziale systematisch zu erschließen.

04

Kapitel

Die Förderung durch das QCG

Einen zusätzlichen Anreiz zur Reduktion der direkten Kostenbelastung gibt es durch die Förderung der beruflichen Weiterbildung über das Qualifizierungschancengesetz (QCG). Weiterbildungen sind in diesem Sinne Maßnahmen, die keinen neuen Berufsabschluss zum Ziel haben, aber über kurzfristige, rein arbeitsplatzbezogene Anpassungen hinausgehen. Je nach Förderweg und Unternehmensgröße können durch die Agentur für Arbeit erhebliche Anteile der Weiterbildungskosten sowie Zuschüsse zum Arbeitsentgelt für den weiterbildungsbedingten Arbeitsausfall übernommen werden.

Die Bundesagentur für Arbeit unterscheidet im Rahmen der Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz grundsätzlich zwei Wege, die für Unternehmen bei Weiterbildungsmaßnahmen relevant sein können.

Für die meisten KI-Qualifizierungsvorhaben ist die Beschäftigtenqualifizierung relevant. Sie ermöglicht den gezielten Kompetenzaufbau einzelner Beschäftigter oder kleinerer Teams und ist nicht daran gebunden, dass im gesamten Unternehmen bereits ein akuter Strukturwandel festgestellt wurde. Damit eignet sie sich insbesondere für Unternehmen, die gezielt eigene KI-Kompetenzen aufbauen und Beschäftigte für neue oder sich verändernde Aufgaben qualifizieren möchten. Für die typische KI-Weiterbildung von einzelnen Beschäftigten oder kleineren Teams ist daher regelmäßig zunächst die Beschäftigtenqualifizierung der relevante Förderweg.

Das zweite Instrument ist das Qualifizierungsgeld. Es greift, wenn Beschäftigte aufgrund eines strukturwandelbedingten Qualifizierungsbedarfs in größerem Umfang weitergebildet werden müssen. Voraussetzung ist unter anderem, dass ein wesentlicher Teil der Belegschaft von strukturwandelbedingtem Qualifizierungsbedarf betroffen ist. Das Verfahren ist anspruchsvoller und setzt unter anderem eine entsprechende betriebliche beziehungsweise kollektivrechtliche Vereinbarung voraus. Bei größeren Umstrukturierungen oder für Transfergesellschaften und neue Unternehmensbereiche kann das Qualifizierungsgeld jedoch eine interessante Alternative beziehungsweise Ergänzung zur Beschäftigtenqualifizierung darstellen.

Wie funktioniert die QCG-Förderung bei der Beschäftigtenqualifizierung?

Bei der Beschäftigtenqualifizierung übernimmt die Agentur für Arbeit einen Anteil der Lehrgangskosten sowie einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für die Zeit, in der Beschäftigte für die Weiterbildung freigestellt werden. Die Höhe richtet sich insbesondere nach der Unternehmensgröße. Durch eine Betriebsvereinbarung oder einen Tarifvertrag können sich die jeweiligen Fördersätze um fünf Prozentpunkte erhöhen.

In bestimmten Konstellationen, zum Beispiel bei Weiterbildungen, die einen fehlenden Berufsabschluss ergänzen oder vorbereiten, sind darüber hinaus höhere Förderungen möglich. Die Förderung kann dabei sowohl die Weiterbildungskosten als auch einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für den weiterbildungsbedingten Arbeitsausfall umfassen.

Beispiel zur Einordnung: Angenommen, eine 600-Stunden-Weiterbildung kostet 10.000 € und verursacht während der Weiterbildung 18.000 € weiterbildungsbedingtes Arbeitsentgelt. In einem Betrieb mit 80 Beschäftigten können bei einer Förderung von jeweils 50 % insgesamt 14.000 € übernommen werden: 5.000 € für die Weiterbildung und 9.000 € als Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Bei einem Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können – sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind – bis zu 23.500 € Förderung erreicht werden: bis zu 10.000 € Weiterbildungskosten und bis zu 13.500 € Arbeitsentgeltzuschuss.

Damit kann das QCG gerade für KMU einen erheblichen Teil der finanziellen Belastung einer mehrwöchigen Qualifizierung auffangen. Die konkrete Förderhöhe wird im jeweiligen Förderverfahren durch die Agentur für Arbeit geprüft und bewilligt. In der Vorbereitung prüfen und entwickeln wir mit Ihnen auch eine geeignete Förderkulisse, die zu der Maßnahme passt.

Betriebsgröße – Lehrgangskosten – Arbeitsentgeltzuschuss
unter 50 Beschäftigte – bis zu 100 % – bis zu 75 %
50 bis unter 500 Beschäftigte – 50 % – 50 %
ab 500 Beschäftigte – 25 % – 25 %

05

Kapitel

Der Förder-Mechanismus: Wie Unternehmen und Beschäftigte vom QCG profitieren

Das klingt vielversprechend – aber was ist konkret zu tun?

Zunächst ist festzustellen, für wen die Förderung in Frage kommt. Hier gelten im Wesentlichen drei Voraussetzungen, die schnell geprüft werden können.

Voraussetzungen auf Seiten der Beschäftigten
• Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung; Minijobs sind ausgeschlossen.
• Die Förderung ist grundsätzlich unabhängig vom Alter und vom bisherigen Berufsabschluss möglich.

Voraussetzungen auf Seiten der Weiterbildung
• Der Bildungsträger und die konkrete Weiterbildungsmaßnahme müssen für die Förderung nach AZAV zugelassen sein.
• Die Weiterbildung muss mehr als 120 Stunden umfassen.
• Die Weiterbildung darf keine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtschulung des Arbeitgebers darstellen.

Voraussetzungen auf Seiten des Arbeitgebers
• Der Antrag muss vor Beginn der Weiterbildung gestellt werden. Eine rückwirkende Förderung ist nicht möglich.
• Der Arbeitgeber stellt die Beschäftigten für die Weiterbildung frei und zahlt das Arbeitsentgelt weiter.

06

Kapitel

Vorgehen und Ablauf zur Beantragung der Förderung beruflicher Weiterbildung nach dem QCG

Damit die Förderung tatsächlich genutzt werden kann, sollten Unternehmen die Weiterbildung frühzeitig auswählen und die Förderung vor Beginn mit der Agentur für Arbeit abstimmen.

1. Passende Weiterbildung auswählen
Zunächst sollte der konkrete Qualifizierungsbedarf des Unternehmens geklärt und eine passende Weiterbildung ausgewählt werden. Wichtig ist, dass die Maßnahme sowohl fachlich zum Bedarf als auch zu den Voraussetzungen der Förderung passt. Für den Aufbau von KI-Kompetenzen bieten sich insbesondere mehrwöchige Weiterbildungen an, die neben Grundlagen auch die praktische Anwendung und Umsetzung behandeln.

2. Abstimmung im Unternehmen
Im nächsten Schritt stimmen sich Beschäftigte und Arbeitgeber über den Weiterbildungsbedarf und die konkrete Maßnahme ab. Dabei sollte frühzeitig geklärt werden, welchen betrieblichen Nutzen die Qualifizierung hat, welche Beschäftigten teilnehmen und wie die Weiterbildung organisatorisch in den Arbeitsalltag integriert werden kann.

3. Antragstellung bei der Agentur für Arbeit
Der Arbeitgeber stellt den Antrag bei der Agentur für Arbeit beziehungsweise nimmt zunächst Kontakt zum Arbeitgeber-Service auf. Die Agentur prüft die Voraussetzungen und entscheidet über die Förderung. Für mehrere Beschäftigte mit vergleichbarem Weiterbildungsbedarf kann unter bestimmten Voraussetzungen auch ein gemeinsamer beziehungsweise kollektiver Antrag gestellt werden. Das kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn beispielsweise ein ganzes Team auf den Einsatz von KI vorbereitet werden soll.

4. Bewilligung und Durchführung
Nach der Bewilligung kann die Weiterbildung beginnen. Die Agentur für Arbeit übernimmt entsprechend der Bewilligung einen Teil oder die gesamten förderfähigen Weiterbildungskosten und kann zusätzlich einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für den weiterbildungsbedingten Arbeitsausfall leisten. Nach Abschluss beziehungsweise im Verlauf der Förderung sind die erforderlichen Nachweise über die Durchführung und die tatsächlich entstandenen Kosten zu erbringen.

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Kapitel

Was jetzt zu tun ist

Sie möchten in Ihrem Unternehmen eigene KI-Kompetenzen aufbauen und prüfen, ob sich eine umfassende Weiterbildung über das Qualifizierungschancengesetz fördern lässt?

Dann gehen wir die nächsten Schritte gemeinsam:

1. Bedarf klären
Wir besprechen, welche KI-Kompetenzen in Ihrem Unternehmen benötigt werden und welche Beschäftigten qualifiziert werden sollen.

2. Weiterbildung auswählen
Auf Basis des Bedarfs wählen wir die passende Weiterbildung aus – beispielsweise zum KI-Manager, zur KI-Programmierung und Automatisierung oder zum KI-unterstützten Data Scientist.

3. Förderfähigkeit prüfen
Wir prüfen gemeinsam, ob die Voraussetzungen für eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz erfüllt sind.

4. Antrag vorbereiten
Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung der notwendigen Unterlagen und der Abstimmung mit der Agentur für Arbeit.

5. Weiterbildung starten
Nach der Bewilligung kann die Weiterbildung beginnen und die neuen Kompetenzen können Schritt für Schritt im Unternehmen aufgebaut und angewendet werden.

Sie möchten wissen, welche Weiterbildung zu Ihrem Unternehmen passt und welche Förderung möglich ist? Sprechen Sie uns an.

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Profi-Tipp: Individualisierte Lehrangebote

Die Fördermöglichkeiten sind insbesondere für umfassende Qualifizierungsprogramme interessant, die gezielt auf den betrieblichen Bedarf zugeschnitten werden. Bei KI-Weiterbildungen kann dies beispielsweise bedeuten, dass unterschiedliche Beschäftigte unterschiedliche Schwerpunkte erhalten. Während Mitarbeitende mit technischem Hintergrund eine Weiterbildung in KI-Programmierung und Automatisierung absolvieren, können andere Beschäftigte stärker auf KI-Management, Prozessgestaltung oder Data Science spezialisiert werden.

Entscheidend ist, dass die Weiterbildung einen konkreten Qualifizierungsbedarf adressiert und nicht lediglich allgemeines Wissen über aktuelle KI-Tools vermittelt. Auch die organisatorische Gestaltung kann an die betrieblichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Präsenz- und Live-Online-Formate ermöglichen einen direkten Austausch mit den Dozierenden und eine unmittelbare Bearbeitung von Fragen aus der Praxis. Inhalte können auf Branche, Funktion und konkrete Anwendungsfälle ausgerichtet werden. Gleichzeitig können unterschiedliche Module entsprechend den Vorkenntnissen der Teilnehmenden kombiniert werden. Auch zeitlich bestehen verschiedene Möglichkeiten. Eine Weiterbildung kann beispielsweise in intensiveren Blöcken während einer betrieblichen Umstrukturierung stattfinden oder berufsbegleitend beziehungsweise im Wechsel mit der regulären Tätigkeit organisiert werden.

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